Wenn es in Europa einen Ort gibt, der für Langlauf steht, dann ist es Seefeld. Zwei Olympische Winterspiele und mehrere Nordische Weltmeisterschaften haben hier stattgefunden.
Aber Seefeld ist mehr als Wettkampfgeschichte. Das Hochplateau auf rund zwölfhundert Metern bietet ein Loipennetz, das in dieser Dichte selten ist.
Besonders schätze ich das benachbarte Leutaschtal, wo unser Langlaufkurs stattfindet. Es ist ruhiger, länger und für mein Empfinden das schönere Langlaufrevier. Deshalb liegen unsere Trainingslager dort.
Ich zeige dir, was die Region ausmacht, für wen sie geeignet ist und wie wir sie für unsere Kurse nutzen.
Das Hochplateau: Loipen in allen Schwierigkeitsgraden
Die Olympiaregion umfasst Seefeld, Leutasch, Scharnitz, Mösern und Reith. Zusammen kommen sie auf ein Loipennetz von rund zweihundertfünfundvierzig Kilometern.
Das Besondere ist die Bandbreite. Es gibt flache Einsteigerrunden am Talboden, mittelschwere Verbindungsloipen und die anspruchsvollen Wettkampfstrecken der WM-Arena.
Wer einmal die Olympia-Strecke gelaufen ist, versteht, warum Seefeld als schwer gilt. Diese Runden sind kein Spaziergang, sondern ernsthafte Anstiege.
Gleichzeitig kann man das komplett umgehen. Die Talloipen im Leutaschtal sind flach, breit und für Einsteiger bestens geeignet.
Das Leutaschtal: mein persönlicher Favorit
Das Leutaschtal zieht sich über viele Kilometer nach Norden, eingerahmt von Wettersteingebirge und Karwendel. Die Hauptloipe führt fast durchgehend durch das Tal.
Sie ist flach, weit und wunderbar monoton im besten Sinne. Man kommt in einen Rhythmus und läuft einfach. Genau das brauchen Einsteiger, um ein Gefühl für die Bewegung zu entwickeln.
Gleichzeitig gibt es Abzweigungen in höhere Lagen und anspruchsvollere Runden. Man kann also in derselben Gruppe unterschiedliche Ziele verfolgen.
Die Schneesicherheit ist durch die Höhenlage und die Nordausrichtung gut. Im Leutaschtal liegt oft noch Schnee, wenn andere Regionen schon schwierig werden.
Wie wir dort trainieren
Unser Langlaufkurs in Seefeld und Leutasch läuft über vier Tage im Februar. Das ist die Zeit mit den zuverlässigsten Bedingungen.
Wir arbeiten in kleinen Gruppen. Jeder Tag beginnt mit dem Nordic Warm-up, danach folgt der Technikteil auf den flachen Talloipen.
Der Vorteil im Leutaschtal: Wir können eine Übung machen, kurz besprechen und sofort wiederholen. Das flache Gelände nimmt die Ablenkung heraus.
Nachmittags gehen wir auf längere Runden und setzen das Gelernte um. Wer will, nimmt die anspruchsvolleren Varianten mit, wer lieber locker läuft, bleibt im Tal.
Für wen sich die Region eignet
Für Einsteiger, wegen der flachen Talloipen und der guten Infrastruktur. Es gibt Verleih, Loipenberichte und einen zuverlässigen Skibus.
Für Fortgeschrittene, wegen der Wettkampfstrecken und der Höhenmeter. Wer an Bergauftechnik arbeiten will, findet hier ideales Terrain.
Und für alle, die gerne Abwechslung haben. In einer Woche kann man jeden Tag eine andere Runde laufen, ohne sich zu wiederholen.
Weniger geeignet ist die Region, wenn du absolute Ruhe suchst. Seefeld ist ein bekannter Ort und entsprechend gut besucht. Im Leutaschtal ist es deutlich ruhiger.
Praktische Hinweise
Die Anreise über die Zirler Berg Straße oder über Mittenwald ist unkompliziert. Aus Deutschland kommend ist Mittenwald oft die entspanntere Variante.
Auf zwölfhundert Metern ist die Sonnenstrahlung intensiv. Sonnenbrille und Sonnencreme gehören ab Februar zwingend dazu.
Und plane den ersten Tag ruhig. Die Höhe macht sich bemerkbar, gerade wenn du aus dem Flachland kommst. Wer am ersten Tag übertreibt, verliert den zweiten.
Fazit
Seefeld und Leutasch bieten zusammen eines der größten und vielseitigsten Loipennetze der Alpen, mit Strecken für jedes Niveau.
Für Techniktraining ist das flache Leutaschtal ideal, für Kondition und Höhenmeter die Runden rund um Seefeld.
Alle unsere Termine findest du bei den Langlaufreisen. Aus Liebe zum Langlauf, dein HaSi.




