Langlaufski einlagern: So übersteht dein Material den Sommer

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Die Saison ist vorbei, die Ski wandern in den Keller, und im Dezember wundert man sich, warum der Belag grau und stumpf aussieht.

Das ist einer der häufigsten Materialfehler überhaupt, und er ist vollständig vermeidbar. Zwanzig Minuten Arbeit im April sparen dir im Winter viel Ärger.

Der Grund ist einfach: Ein Langlaufbelag besteht aus Polyethylen und trocknet aus, wenn er nicht genährt wird. Ausgetrocknete Beläge oxidieren, werden porös und gleiten dauerhaft schlechter.

Ich zeige dir hier, wie du deine Ski richtig einlagerst, damit sie im nächsten Winter laufen wie am ersten Tag.

Schritt eins: gründlich reinigen

Zuerst kommt der komplette Wachsabtrag. Alte Gleitwachsreste, Schmutz und bei Klassikski das Steigwachs müssen runter.

Bei Wachsski löst du das Steigwachs mit Belagsreiniger und einem Tuch. Bei hartnäckigem Klister hilft es, das Wachs vorher mit dem Heizfön leicht anzuwärmen.

Bei Skin-Ski reinigst du das Mohairband mit Skin-Cleaner, niemals mit normalem Belagsreiniger.

Danach den Ski vollständig trocknen lassen. Feuchtigkeit unter dem Sommerwachs ist genau das, was du vermeiden willst.

Schritt zwei: das Sommerwachs auftragen

Jetzt kommt der entscheidende Schritt. Du bügelst eine dicke Schicht weiches Gleitwachs auf und lässt sie drauf.

Nicht abziehen, nicht bürsten. Diese Schicht ist eine Schutzschicht, die den Belag vor Luft und Oxidation bewahrt.

Nimm dafür ein weiches Wachs aus dem warmen Temperaturbereich. Ein CH-Bügelwachs funktioniert dafür sehr gut.

Bei Klassikski mit Wachszone sparst du die Steigzone aus. Bei Skin-Ski selbstverständlich auch das Mohairband.

Im Herbst ziehst du diese Schicht dann ab, bürstest aus und wachst neu. Der Belag darunter ist dann noch genauso gut wie im Frühjahr.

Unser Wachsservice

Schritt drei: Bindung und Kanten prüfen

Kontrolliere die Bindung auf Risse, besonders den Flexor, also das Gummielement vorne. Er wird mit der Zeit porös und ist günstig zu ersetzen.

Prüfe, ob alle Schrauben fest sitzen. Eine lockere Schraube im April ist ein kleines Problem, im Januar mitten auf der Loipe ein großes.

Reinige die Bindung von Schnee- und Salzresten und trockne sie ab. Metallteile können über den Sommer rosten, wenn Feuchtigkeit eingeschlossen bleibt.

Schritt vier: richtig lagern

Der beste Lagerort ist trocken, kühl und dunkel. Ein Keller ist gut, solange er nicht feucht ist. Eine Garage mit starken Temperaturschwankungen ist ungeeignet.

Lagere die Ski liegend oder hängend, aber nicht unter Spannung. Skiklemmen, die die Ski dauerhaft zusammenpressen, können die Vorspannung verändern.

Niemals direkte Sonne, niemals neben der Heizung. UV-Strahlung und Hitze setzen dem Belag und den Kunststoffteilen spürbar zu.

Und pack sie nicht in eine luftdichte Plastikhülle. Ein atmungsaktiver Skisack ist besser, damit Restfeuchtigkeit entweichen kann.

Schuhe und Stoecke nicht vergessen

Schuhe innen und außen trocknen lassen, Innensohlen herausnehmen. Zeitungspapier hineinstopfen zieht Restfeuchtigkeit und hält die Form.

Lagere sie ebenfalls trocken und kühl, nicht in einem geschlossenen Karton. Mehr zur Schuhpflege findest du in unserer Schuh-Übersicht.

Bei den Stoecken kontrollierst du die Schlaufen auf Verschleiß und die Teller auf Risse. Beides lässt sich einzeln ersetzen.

Und dann: der Sommer

Wenn die Ski versorgt sind, beginnt für mich die eigentliche Vorbereitung auf den nächsten Winter. Zwei bis drei Wochen Pause, dann Grundlagenaufbau.

Damit die Technik nicht verloren geht, trainiere ich im Sommer auf Skirollern. Genau dafür habe ich die ComfortskateS entwickelt, und genau darum geht es in unseren Sommerkursen.

Wer im Sommer weiterläuft, muss im Dezember nichts neu lernen. Das ist der ganze Trick.

Fazit

Reinigen, dicke Schicht Sommerwachs drauflassen, Bindung prüfen, trocken und kühl lagern. Im Herbst abziehen, bürsten, neu wachsen.

Zwanzig Minuten Arbeit, die deinem Belag mehrere Jahre Lebensdauer schenken.

Wenn du es abgeben möchtest: Unser Saisonwachs-Service macht genau das. Schreib mir einfach. Aus Liebe zum Langlauf, dein HaSi.

Unsere Skiroller Sommerkurse

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