Skating-Techniken erklärt: 1:1, 2:1 und der Diagonalskating

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Wusstest du, dass sich Skating aus 1:1, 2:1 und 1:2 mit aktivem Armschwung zusammensetzt? Die meisten Hobbyläufer kennen nur eine dieser Varianten und wundern sich, warum es am Berg so anstrengend wird.

Dabei ist genau das der Punkt: Jede Technik hat ihr Gelände. Wer nur eine beherrscht, kämpft überall dort, wo eine andere passender wäre.

Die Bezeichnungen klingen nach Mathematik, sind aber einfach. Die Zahlen geben an, wie viele Beinschritte auf einen Stockeinsatz kommen.

Ich erkläre dir hier alle wichtigen Varianten, wann du sie einsetzt und woran du merkst, dass du gerade die falsche fährst.

Die Grundlage: der seitliche Abdruck

Allen Skating-Varianten liegt dieselbe Bewegung zugrunde. Die Ski stehen in einer V-Form, du drückst über die Innenkante seitlich ab und gleitest auf dem anderen Ski nach vorne.

Entscheidend ist die vollständige Gewichtsverlagerung. Dein Körperschwerpunkt muss über dem gleitenden Ski stehen, nicht dazwischen. Wer in der Mitte bleibt, bekommt keinen Druck auf die Kante.

Das ist der häufigste Grund, warum Skating anstrengend wirkt. Es ist nicht die Kondition, es ist die fehlende Verlagerung. Wer sie beherrscht, gleitet zwischen den Abdruecken und erholt sich dabei.

Alles Weitere ist eine Frage davon, wie der Stockeinsatz zu diesem Rhythmus passt.

Die 1:1-Technik: ein Stockeinsatz pro Schritt

Bei der 1:1-Technik wird das Skaten durch paralleles Aufsetzen der Stoecke unterstützt. Auf jeden Beinschritt kommt ein Doppelstockeinsatz.

Wesentlich ist hier der zeitlich versetzte Einsatz von Ski und Stock. Eine lange Gleitphase ist sehr wichtig. Hoch-Tief-Bewegung und Gleitbeinstreckung unterstützen die Dynamik in der Beinarbeit.

Diese Technik kann in fast jedem Gelände eingesetzt werden. Sie ist symmetrisch, belastet beide Seiten gleich und ist damit auch die schonendste Variante.

In der Ebene und bei leichtem Gefälle ist 1:1 die schnellste Technik. Sie verlangt aber gute Rumpfkraft, weil jeder Schritt einen Stockschub bekommt.

Die 2:1-Technik oder Führarmtechnik

Hier wird der Stockeinsatz zeitgleich zum Skatingschritt auf einer ausgewählten Seite ausgeführt. Die Stockhaltung ist asymmetrisch, genauso wie die Körperhaltung.

Auf zwei Beinschritte kommt also ein Stockeinsatz. Die Seite, auf der gestockt wird, nennt man Führseite. Wichtig ist, dass du beide Seiten übst, nicht nur die bequeme.

Die 2:1-Technik ist die Bergauftechnik schlechthin. Weil nur jeder zweite Schritt einen Stockschub bekommt, kannst du eine höhere Schrittfrequenz fahren.

Sie ist außerdem die Technik, mit der die meisten Einsteiger beginnen, weil sie mehr Zeit zwischen den Bewegungen lässt.

Unsere Skatingski

Diagonalskating: die Notfalltechnik am steilen Berg

Beim Diagonalskating arbeiten Arme und Beine gegengleich, ähnlich wie beim klassischen Diagonalschritt, aber mit Skatingschritt in V-Stellung.

Diese Variante nutzt du nur an sehr steilen Anstiegen, wenn 2:1 nicht mehr reicht. Sie ist langsam, aber sie funktioniert dort, wo alles andere zusammenbricht.

Viele Hobbyläufer kennen sie nicht und steigen stattdessen im Grätenschritt hoch. Das funktioniert auch, kostet aber deutlich mehr Kraft.

Wann du welche Technik einsetzt

Gefälle und schnelle Ebene: 1:1 oder reiner Doppelstock ohne Beinabdruck. Ebene und leichte Steigung: 1:1.

Mittlere Steigung: 2:1 mit höherer Frequenz. Steile Steigung: 2:1 mit sehr kurzen Schritten oder Diagonalskating.

Der eigentliche Skill ist nicht die einzelne Technik, sondern der Wechsel. Wer fließend wechselt, verliert an Übergängen kein Tempo. Wer nur eine Technik hat, verliert genau dort.

Verschiedene Techniken sind notwendig, um in den verschiedensten Terrains die richtige parat zu haben. Genau daran arbeiten wir in unseren Kursen für Fortgeschrittene.

Die häufigsten Fehler beim Skating

Erstens: zu tief sitzen. Viele gehen in eine Hocke und bleiben dort. Die Hoch-Tief-Bewegung gehört aber zum Rhythmus, sonst fehlt die Streckung im Abdruck.

Zweitens: unvollständige Gewichtsverlagerung. Wenn du beim Gleiten beide Ski leicht belastest, kommt kein Kantendruck zustande.

Drittens: zu flache V-Stellung. Bei steigendem Gelände muss der Winkel größer werden, sonst rutschst du nach hinten weg.

Viertens: nur eine Führseite üben. Nach ein paar Jahren ist die Asymmetrie so ausgeprägt, dass die schwache Seite gar nicht mehr geht.

Material und Voraussetzungen

Skating verlangt breite, gut präparierte Flächen von etwa drei bis vier Metern. Auf schmalen Waldloipen funktioniert es schlicht nicht.

Der Ski muss zum Stil passen. Ein Skatingski ist kürzer, torsionssteifer und hat keine Steigzone. Mit Klassikski zu skaten ist mühsam und wenig sinnvoll.

Und die Stoecke sind länger als beim klassischen Stil, etwa Körpergröße mal 0,89. Zu kurze Stoecke verhindern eine saubere Streckung.

Fazit

1:1 für Ebene und Gefälle, 2:1 für Steigungen, Diagonalskating für sehr steile Anstiege. Und beide Führseiten üben.

Die Basis von allem ist die vollständige Gewichtsverlagerung. Ohne sie funktioniert keine Variante wirklich gut.

Mehr zu den Techniken findest du auf unserer Seite Langlauf lernen. Aus Liebe zum Langlauf, dein HaSi.

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